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Yoga 1:1 und Personal Training

Aktualisiert am 3 Minuten Lesezeit

In der Gruppe bist du eine von zwanzig Matten. Im Einzelunterricht gibt es nur deine. Das ist teurer, kann sich aber lohnen, vor allem am Anfang, nach Verletzungen oder wenn du mit der eigenen Praxis feststeckst.

Zwei Matten, eine Lehrkraft, ein Schüler: Einzelunterricht (Zeichnung: Yoga Ostsee)

Für wen sich Einzelstunden lohnen

Personal Training im Yoga ist kein Luxus für Prominente, sondern in bestimmten Situationen schlicht die bessere Form:

  • Nach Verletzungen oder Operationen, wenn erst geklärt werden muss, was gut tut, natürlich in Absprache mit Ärztin, Arzt oder Physiotherapie
  • Bei Unsicherheit in der Gruppe, etwa wenn du dich mit deinem Körper nicht in eine volle Kursstunde traust
  • Für eine eigene Übungsroutine, die du danach allein zu Hause machen kannst
  • Bei festgefahrener Praxis, wenn du seit Jahren übst und an bestimmten Haltungen nicht weiterkommst
  • Bei unregelmäßigen Arbeitszeiten, etwa im Schichtdienst oder in der Saison an der Küste

Wie die erste Stunde abläuft

Eine gute Lehrkraft beginnt nicht mit dem Sonnengruß, sondern mit Fragen: Was führt dich her? Gibt es Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente? Was machst du beruflich, wie viel sitzt du? Was soll sich in drei Monaten verändert haben?

Danach folgt meist eine kurze Bewegungsanalyse: Wie stehst du, wie beugst du dich vor, wie atmest du? Erst dann wird geübt. Am Ende der ersten Stunde solltest du ein paar Übungen kennen, die zu dir passen, und eine Idee, wie es weitergeht.

Was eine gute Lehrkraft ausmacht

Eine anerkannte Yogalehrausbildung umfasst in Deutschland in der Regel mehrere hundert Unterrichtsstunden. Berufsverbände wie der BDY setzen dafür eigene Standards, internationale Netzwerke arbeiten mit Stufen wie 200 oder 500 Stunden. Ein Zertifikat sagt aber nicht alles. Achte in der Probestunde darauf, ob die Lehrkraft zuhört, ob sie Alternativen anbietet und ob sie dich ohne Druck an Grenzen heranführt.

Hände-auf-Korrekturen sind im Einzelunterricht häufiger als in der Gruppe. Eine professionelle Lehrkraft fragt vorher, ob das für dich in Ordnung ist, und akzeptiert ein Nein ohne Diskussion.

Wie oft und wie lange?

Viele beginnen mit drei bis fünf Einzelstunden im Abstand von ein bis zwei Wochen. Dazwischen übst du allein, was ihr erarbeitet habt. Danach reicht oft eine Stunde im Monat, um nachzujustieren. Einige wechseln nach den Einzelstunden in einen Gruppenkurs, weil sie sich dort jetzt sicherer fühlen.

Ein kleiner, ruhiger Platz zu Hause hilft beim Dranbleiben, Tipps dazu stehen in Der Praxisraum.

Einzelstunde im Urlaub

An der Ostsee bieten manche Lehrkräfte im Sommer Einzel- oder Kleinstgruppenstunden am Strand oder im Ferienhaus an. Das kann ein schöner Rahmen sein, um ohne Zeitdruck an der eigenen Praxis zu arbeiten. Frag vorab, was bei schlechtem Wetter passiert. Allgemeine Tipps zur Buchung stehen unter Retreat an der Ostsee wählen, und wer im Betrieb Yoga anbieten möchte, liest bei Business Yoga weiter.

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