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yogaostsee

Der Praxisraum

Aktualisiert am 3 Minuten Lesezeit

Ein eigener Platz zum Üben ist kein Luxus. Er muss weder groß noch schön eingerichtet sein. Es reicht eine Ecke, in der die Matte liegen bleiben darf. Wer nicht jedes Mal erst Platz schaffen muss, übt öfter.

ca. 2,5 × 1,5 mFenster
Grundriss einer Übungsecke: Matte, Kissen, Fenster, Pflanze (Zeichnung: Yoga Ostsee)

Wie viel Platz du brauchst

Eine Standardmatte ist etwa 183 cm lang und 61 cm breit. Rechne rundherum mit einem halben Meter Luft, damit du die Arme seitlich ausstrecken und dich in der Endentspannung lang machen kannst. Eine Fläche von ungefähr 2,5 mal 1,5 Metern genügt für fast alle Übungen. Für Umkehrhaltungen an der Wand brauchst du ein Stück freie Wand ohne Bilder und Regale.

Ein eigenes Zimmer ist schön, aber selten. Die Ecke im Schlafzimmer, ein Stück Flur oder der Platz zwischen Sofa und Fenster tun es auch.

Boden, Licht, Luft

Boden: Am besten ist ein fester, ebener Untergrund wie Parkett, Dielen oder Fliesen. Auf dickem Teppich rutscht die Matte und das Gleichgewicht wird wackelig.

Licht: Tageslicht ist ideal. Abends lieber warmes, indirektes Licht statt der Deckenlampe, die dir in der Rückenlage in die Augen scheint.

Temperatur: Etwa 20 bis 22 Grad sind angenehm. Für die Endentspannung liegt eine Decke bereit, weil der Körper in der Ruhe schnell auskühlt.

Luft: Vor dem Üben kurz lüften. Wer an der Küste wohnt, kennt den Unterschied, den ein offenes Fenster mit Seeluft macht.

Was du nicht brauchst

Klangschalen, Duftkerzen und Buddhafiguren sind Geschmackssache. Sie schaden nicht, aber sie machen die Praxis nicht besser. Wichtiger ist, dass der Platz aufgeräumt ist: Ein Wäscheständer im Blickfeld lenkt mehr ab als eine fehlende Statue.

Auch das Handy gehört nicht auf die Matte. Wenn du mit einem Video übst, stell das Gerät so, dass du es nicht ständig in der Hand hast, und schalte Benachrichtigungen aus.

Ein fester Zeitpunkt hilft

Der Raum ist nur die halbe Sache. Leichter bleibt dran, wer zu einer festen Zeit übt: morgens vor dem Frühstück, mittags zehn Minuten oder abends vor dem Schlafengehen. Fang klein an. Zehn Minuten an fünf Tagen bringen mehr als eine Stunde einmal im Monat.

Eine einfache Folge für den Anfang:

  1. zwei Minuten sitzen und atmen
  2. Katze-Kuh, sechs Runden
  3. herabschauender Hund, fünf Atemzüge
  4. eine Vorbeuge im Sitzen
  5. fünf Minuten Rückenlage mit geschlossenen Augen

Wer unsicher ist, ob er die Übungen richtig macht, kann sich in ein paar Einzelstunden eine eigene Folge zusammenstellen lassen.

Kleine Wohnung, wenig Platz

In einer kleinen Wohnung hilft es, die Praxis an die Fläche anzupassen statt umgekehrt. Viele Haltungen brauchen nur die Mattenbreite: Vorbeugen, Drehungen, Hüftöffner im Sitzen, die Endentspannung. Für Stehhaltungen mit ausgebreiteten Armen reicht oft der Flur. Eine Matte, die aufgerollt hinter der Tür steht, ist besser als keine.

Wer Nachbarn unter sich hat, verzichtet auf Sprünge im Sonnengruß und steigt stattdessen Schritt für Schritt zurück. Leise üben ist ohnehin eine gute Übung in Aufmerksamkeit: Wenn du hörst, wie deine Füße aufsetzen, merkst du auch, wie du dich bewegst.

Draußen üben

Im Sommer wird der Garten, der Balkon oder der Strand zum Praxisraum. Draußen ist der Boden selten eben, und Wind, Sonne und Geräusche gehören dazu. Das ist eine eigene Übung in Gelassenheit. Wie es am Meer klappt, steht in Yoga am Strand. Für eine stille Sitzpraxis findest du Anleitungen unter Meditation am Meer.

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